Wössner Bauerntheater im GTEV d'Achentaler Unterwössen e.V.
Theaterspielen liegt den Wössnern seit jeher im Blut. Schon um 1900 gab es einen eigenständigen Theaterverein, bestehend aus lauter "Wössner Originalen". Gespielt wurde nicht nur in Wössen, sondern überall im Landkreis. In der Nachkriegszeit gab es noch Aufführungen - wann sich dann der Theaterverein aufgelöst hat, ist unbekannt. So erzählt es Otto Dufter, Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes und selbst mit Leib und Seele Theatherspieler.
![]() | Im Trachtenverein gab es immer wieder Gedanken, die Tradition des Bauerntheaters wieder aufleben zu lassen. Die treibende Kraft war Karl Schlegel. Anlässlich des 90. Jubiläums des Trachtenvereins Unterwössen wurde dann 1981 mit der Aufführung des Einakters "Die Brautschau" von Ludwig Thoma ein Neubeginn gestartet. |
| 1983 gründete man dann die Abteilung "Wössner Bauern- theater" im Hauptverein der Trachtler, mit Karl Schlegel als Abteilungsleiter. Mit dem Stück "D'Gichthax", ein lustiges Spiel in drei Akten von Lorenz Strobl, begann eine Theaterlaufbahn, die aus dem Kulturleben von Unterwössen nicht mehr wegzu- denken ist. | ![]() |
Zum 25-jährigem Jubiläum 2008 wurde das Paradestück "Der verkaufte Grossvater" zur Aufführung gebracht.
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Viele schönen Erinnerungen an 25 Jahre "Wössner Bauerntheater" hat der harte Kern, der von Anfang an dabei ist. Zu grossen Erfolgen wurden die Stücke "Die drei Eisbären", "Die Jungfernfahrt", "Die Ritter sand Los", "Der Roagaspietz" und noch viele anspruchsvolle Stücke, die allesamt im bayerischen Dialekt gesprochen wurden. "Die Ritter sand los" durften die Schauspieler, auf besonderen Wunsch von Berliner Zuschauern, sogar in Berlin aufführen. Der Lohn dafür war, stehender Applaus und Zurufe "Kommt wieder!".


Die grösste Herausforderung und zugleich der grösste Erfolg war das Stück "Das Goldloch", das der einheimische Gustl Färbinger für das "Wössner Bauerntheater", nach einer wahren Begebenheit und nach der Geschichte "Das Gold von Wössen" als Theaterstück verfasst hatte.
| 1985 wurde es zum ersten Mal gespielt. 1991, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Trachtenvereins, kam "Das Gold- loch" zum zweiten Mal zur Aufführung. Der Höhepunkt aber war 2003, als dieses Stück zum 20. Jubiläum des "Wössner Bauerntheaters" als Freilichttheater inszeniert wurde. | ![]() |
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| Mit wie viel Herzblut die Wössner Theater spielen, zeigt sich darin, dass immer noch einige von der ersten Stunde an auf den "Brettern, die die Welt bedeuten" stehen. | ![]() |
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![]() | Wie sehr den Theaterspielern die Tradition des Bauern- theaters am Herz liegt, bewiesen sie nach dem Brand des "Gasthofs zur Post" in Unterwössen am 11.11.1995. Obwohl damals alle wertvollen Bühnenbilder und Re- quisiten dem Brand zum Opfer fielen, gaben sie nicht auf und zogen um auf die Bühne des "Gasthofs zur Post" nach Oberwössen. |
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| Jedes Jahr, meist zwischen Ostern und Pfingsten, finden fünf bis sechs Aufführungen statt. Kaum ist eine Theater- saison beendet, wird schon wieder gefragt: "Wann spielt ihr wieder?" | ![]() |
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![]() | Das "Wössner Baurerntheater" hat weit über den Ort hinaus einen guten Ruf, was die vielen auswärtigen Be- sucher eindrucksvoll beweisen. |
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| Erwähnenswert ist noch, dass bis auf zwei Aufführungen, der Unterwössner Künstler Anton Blank immer die Regie führte, die Kulissen malte und oft obendrein noch die Hauptrolle übernahm. | ![]() |



















